Tipps & Tricks

Medikamente helfen uns, Krankheiten und Schmerzen zu lindern, für viele Menschen sind sie gar lebensnotwendig. Auch wenn wir darum keinesfalls auf sie verzichten möchten, können wir mit ein paar einfachen Tricks dazu beitragen, dass Medikamente weniger nachteilige Folgen für die Umwelt haben.

Abgelaufene Medikamente

Richtig entsorgen

Die richtige Entsorgung ist die einfachste Massnahme, um Medikamenten-Rückstände in der Umwelt zu reduzieren. Hinweise zur Entsorgung sind normalerweise auf der Packungsbeilage zu finden. Wichtig ist vor allem, dass keine Arzneien ins Abwasser gelangen.

Werfen Sie Medikamente nie ins WC oder Lavabo

Bringen Sie Medikamente in die Apotheke zurück

  • Am besten bringt man alte und an- oder ungebrauchte Medikamente zurück in eine Apotheke oder Drogerie. Verkaufsstellen sind zwar nicht zur Rücknahme verpflichtet, aber viele bieten es dennoch an. Die Mittel werden dort fachgerecht entsorgt.
  • Medikamente gelten als Sondermüll und können kostenlos bei entsprechenden Sammelstellen abgegeben werden. Eine nahegelegene Sammelstelle für Chemikalien finden Sie auf der Recycling-Karte.
  • In der Sammlung werden die meisten Altmedikamente schlussendlich verbrannt. Deshalb liegt es nahe, die eigenen Reste direkt im Hausmüll zu entsorgen. Dies ist aber streng genommen nicht erlaubt. Zudem können flüssige Medikamente bei der Abfallsammlung auslaufen und in die Umwelt gelangen. Und bei Spritzen in Müllsäcken besteht Verletzungsgefahr.

Kaufen Sie nur, was Sie auch brauchen

Mensch wandert entlang eines Bergsees

Gebrauch reduzieren

Man muss nicht auf Medikamente verzichten, wenn sie die Gesundheit oder das Wohlbefinden verbessern. Dennoch gibt es einige Tricks, um zusätzliche Einträge in die Umwelt zu vermeiden.

Beugen Sie dem Medikamenteneinsatz vor

  • Wer auf einen gesunden Lebensstil achtet, braucht weniger Medikamente. Natürlich sollte man das primär für sich selbst machen. Aber vielleicht motiviert es zusätzlich, dass man damit auch der Umwelt Gutes tut.
  • Pflichtbewusst gehen wir auch kränkelnd zur Arbeit. Schliesslich ist eine Erkältung nicht so schlimm, dass man nicht mehr am Schreibtisch sitzen könnte. Das ist gut gemeint, aber nicht unbedingt sinnvoll, falls man andere Mitarbeitende ansteckt. Bleibt man zuhause, schützt man sein Umfeld vor Ansteckung und es kommen insgesamt weniger Medikamente zum Einsatz.
  • Ein grosser Anteil der eingesetzten Medikamente wird nicht für Menschen verwendet, sondern für Tiere. Insbesondere bei der Intensivtierhaltung ist der Bedarf gross, und damit auch der Eintrag in die Umwelt. In der biologischen Landwirtschaft sorgen verbesserte und artgerechtere Haltungsbedingungen dafür, dass weniger Arzneimittel nötig sind. Es lohnt sich auch deshalb, tierische Produkte in Bioqualität zu kaufen.

Bevorzugen Sie wenn möglich pflanzliche Arzneimittel